Shu's Japan Welt

O-Bon

Jeden Sommer zwischen dem 13. und 16. August findet in Japan das Obon-Fest statt. An diesem Tag werden die Verstorbenen Ahnen geehrt, indem man ihnen Speisen opfert. Obon gilt als eines der wichtigsten Feste unter den japanischen Feiertagen.

Einem jungen Mann erschien eines Nachts der zornige Geist seiner verstorbenen Mutter im Traum. Anderntags ging er zu ihrem Grab, betete für sie und brachte ihr Speisen als Opfer. in der Folgenacht erschien ihm seine Mutter wieder im Traum. Jetzt war sie nicht mehr zornig.

Zur Zeit der Obon-Feier schmücken japanische Familien zu Hause den Hausaltar um verstorbene Familienmitglieder zu ehren. Sie beten für die Toten und es werden Opfer gebraucht, wie z.B. Räucherstäbchen, Blumen oder Früchte. Auch Speisen werden den Toten angeboten. Es werden überall Feuer angezündet, die den Seelen den Weg weisen sollen. Am Ende der Obon-Festlichkeiten werden Laternen entzündet und auf kleinen Booten den Fluss runtergeschickt. Sie sollen die Seelen der Ahnen wieder ins Jenseits zurückführen.

Ähnlich wie bei uns Weihnachten, ist Obon in Japan ein Familienfest. Gerade aus den Städten reisen viele Japaner aufs Land um die Familie zu besuchen. Man besucht gemeinsam die Familiengräber um diese zu reinigen oder um Opfergaben zu bringen.
Ebenso finden allerorts zur Obon-Zeit die berühmten Matsuri (Sommerfeste) stat. Es werden traditionelle Tänze mit Musik und Gesang aufgeführt. Es gibt viel zu Essen und auch Spiele. Die bunten Sommerkimonos, auch Yukata genannt, bilden ein schillerndes Farbenmeer und es herrscht allgemein eine ausgelassene Stimmung.
In der Region um Kyoto werden zum Obon zusätzlich grosse Schriftzeichen aus Holz angezündet. Die brennenden Schriftzeichen bieten einen spektakulären Anblick, wie sie in der Abenddämmerung an den Berghängen über der Stadt thronen.

• erstellt am 08.09.2019 um 01:50 Uhr
• aktualisiert am 09.12.2019 um 23:36 Uhr
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